03 Ziele

Die Seetalstrasse verfügt über ein hohes Aufwertungspotenzial. Mit ihrer Aufwertung soll die Lebensqualität steigen − im Strassenraum selbst, im Quartier Meierhöfli und in der Gemeinde Emmen. Um die städtebaulichen und verkehrlichen Fragestellungen vertieft zu untersuchen und die Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung zu definieren, führen der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen gemeinsam eine Testplanung durch. Diese wird von klar definierten Prozesspfeilern und Zielsetzungen getragen.

Planungsprozess

Gemeinsam

Die Gemeinde Emmen und der Kanton Luzern arbeiten gleichberechtigt zusammen.

Die Planungshoheit für die Seetalstrasse liegt beim Kanton, jene für die umliegenden Quartiere bei der Gemeinde.

Im Dialog

Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen planen zusammen mit Grundeigentümern sowie mit Vertretern der Wirtschaft, Verbände und Vereine.

Das bei der gemeinsamen Erarbeitung entstehende Vertrauen ist entscheidend für den Erfolg der Planung. Einbezogen werden Vertreter/-innen aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Vereinen und Wirtschaft sowie unabhängige Fachexpert/-innen aus den Disziplinen Städtebau, Freiraum sowie Verkehr. Diese begleiten den Prozess.

Bewährt

Drei interdisziplinäre Teams arbeiten im direkten Dialog mit der Begleitgruppe. Sie zeigen Entwicklungsmöglichkeiten auf und vertiefen gebietsrelevante Fragestellungen. Im Fokus stehen der Stadtraum rund um die Seetalstrasse und die Themen Verkehr und Mobilität, städtebauliche Dichte, Freiräume, Nutzungsvielfalt und Identität.

In jedem Team sind Spezialist/-innen für Architektur und Städtebau, Freiraum und Landschaft, Mobilität und Verkehr vertreten. Denn es geht darum, all diese Themen in einer überzeugenden Gesamtlösung zu verbinden.

Informativ und aktuell

Während des ganzen Prozesses wird regelmässig über den Stand der Entwicklung, über Ziele und Meilensteine informiert.

Auf der Mitwirkungsplattform sowie auf der Webseite der Gemeinde Emmen finden Interessierte Informationen zum Prozess und aktuelle Mitteilungen.

Fundiert

Das Städtebauliche Gesamtkonzept (SGK) der Gemeinde Emmen legt die Grundsätze fest. Die Testplanung vertieft die gebietsspezifischen Fragestellungen.

Im SGK der Gemeinde Emmen ist die Seetalstrasse als Vertiefungsgebiet festgelegt. Im Rahmen der Testplanung werden die Themen Städtebau, Architektur, Freiräume und Verkehr / Mobilität vertieft und aufeinander abgestimmt weiterentwickelt. Vorgaben und Ziele des SGK bilden dabei die Richtschnur für die Testplanung.

Mehrwert für die Gemeinde Emmen

Identität

Mit der Aufwertung der Seetalstrasse und des Meierhöfliquartiers werden die Grundlagen für die bauliche Weiterentwicklung geschaffen und die positive Ausstrahlung Emmens gestärkt.

Die laufende Entwicklung am Seetalplatz und die Ansiedlung der Hochschule für Design und Kunst in der Viscosistadt zeugen von der wachsenden Attraktivität Emmens. Diese positive Ausstrahlung Emmens über die Gemeindegrenzen hinaus soll weiter gestärkt werden.

Qualität

Von einer Aufwertung der Seetalstrasse profitieren alle – die Bewohnerinnen und Bewohner der umgebenden Quartiere wie auch das Gewerbe in der ganzen Gemeinde.

Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität an diesem wichtigen Ort der Gemeinde schafft die Voraussetzungen für mehr Lebendigkeit, womit die Attraktivität für das Gewerbe gesteigert wird. Die Klärung und Verbesserung der Verkehrssituation macht den Ort zusätzlich attraktiv.

Bedürfnisorientiert

Die Planung baut auf dem Städtebaulichen Gesamtkonzept (SGK) auf, das unter engagiertem Einbezug der Emmer Bevölkerung entstand.

Das SGK bildet die «grosse Klammer», innerhalb der die Testplanung erfolgen wird. Die Erkenntnisse des SGK und mit ihnen die Bedürfnisse der Bevölkerung fliessen ein − sowohl in die Aufgabenstellung für die Teams als auch in die Bewertung der Resultate.

Städtebau

Aufwertung

Das grosse Aufwertungspotenzial der Seetalstrasse wird genutzt und Begegnungsorte mit höherer Aufenthaltsqualität geschaffen.

Auslöser der Planung ist das kantonale Verkehrsprojekt zur Kantonsstrasse K16 Seetalstrasse. Dieses stellt für Emmen eine einmalige Chance dar. Die Trennwirkung der Strasse wird reduziert, indem die Seetalstrasse als öffentlicher Raum aufgewertet wird − als Strassenraum, der sicher und angenehm zu queren ist. Ziel ist ausserdem, die städtebauliche Qualität im Gebiet entlang der Seetalstrasse zu erhöhen. Der Umbau der Seetalstrasse wird genutzt, um die Stadtachse als durchgehenden und attraktiven Stadtraum zu gestalten, ohne ihre Funktionalität als wichtige Verkehrsbeziehung einzuschränken.

Moderate Verdichtung

Das Quartier Meierhöfli und die Bebauungen entlang der Seetalstrasse werden mit einer moderaten Verdichtung aufgewertet.

Ziel ist eine moderate, qualitätsorientierte Verdichtung rund um die Seetalstrasse. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsqualität verbessert. Damit werden Impulse für die Erneuerung und Aufwertung von Wohnbauten gesetzt. Die im SGK der Gemeinde Emmen definierten Qualitätsmerkmale gelten dabei als Massstab.

Verkehr

Flüssig

Der Verkehr auf der Seetalstrasse soll flüssiger, sicher und attraktiver werden.

Die Seetalstrasse wird ihren jetzigen, vielfältigen Funktionen nicht mehr gerecht. Der motorisierte Verkehr soll verflüssigt, die Sicherheit erhöht und attraktiver für alle Verkehrsteilnehmenden gemacht werden.

Sicher und attraktiv

Die Seetalstrasse wird zur attraktiven Achse für ÖV, Fuss- und Veloverkehr.

Zum einen wird die Seetalstrasse als ÖV-Achse mit stabilen Fahrplänen und Gewährleistung der Anschlüsse gestärkt. Zum anderen wird die Sicherheit und Attraktivität für den Fuss- und Veloverkehr sowohl auf der Seetalstrasse als auch in den Querstrassen verbessert. Die Bushaltestellen werden nach Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) gebaut.

© Gemeinde Emmen, 2020