Richtprojekt
Studienauftrag – Richtprojekt
In den Jahren 2021 bis 2022 wurde ein städtebaulicher Studienauftrag nach SIA 143 durchgeführt. Die ausgewählte Projektstudie wurde zu einem Richtprojekt ausgearbeitet, das als Vorlage für den Bebauungsplan dient. Der Schlussbericht zum Studienauftrag kann hier eingesehen werden.
Städtebau und Freiraum
Das Richtprojekt sieht eine bauliche Arrondierung des Areals mit dem Schwerpunkt im Nordosten vor. Nicht mehr benötigte Gebäude werden zurückgebaut und Funktionen zusammengelegt. Das Gebiet der ehemaligen Freianlage und heutigen Parkplätze wird in einer ersten Etappe mit dem Werkhofgebäude teilweise überbaut. Der Studienauftrag hat darüber hinaus das städtebaulich verträgliche Nutzungsmass ausgelotet. Es besteht das langfristige Potenzial für zwei weitere Gebäude zwischen dem Werkhof und den bestehenden Verwaltungsgebäuden sowie ein zusätzliches Auftaktgebäude und gewährleistet damit erforderliche langfristige betriebliche Entwicklungsspielräume. Der Realisierungshorizont für die zweite Etappe ist aktuell offen.
Die verschiedenen Neubauten orientieren sich in ihrer Höhe an den bestehenden Bauten und sind wie diese niedriger als der gewachsene Baumbestand der umliegenden Auenlandschaft. Trotz der nutzungsbedingt grossen Grundflächen reagieren die Bauten damit in angemessener und harmonisch wirkender Weise auf die bestehende Landschaft.
Ein wichtiger Aspekt der Weiterentwicklung Reussinsel ist auch der Freiraum. Längs dem Kanalufer sind spannende Aufenthaltsorte mit gestalterischem Bezug zum Wasser für die Mitarbeitenden vorgesehen. Über das ganze Areal werden die freien Flächen wenn möglich entsiegelt und mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt.

Zufahrt inkl. Buswendeschlaufe (Illustration: berchtoldkrass)
Erschliessung und Mobilität
Die Erschliessung der Reussinsel erfolgt über die Rathausenstrasse von Seiten der Seetalstrasse und des Sedels. Alle Fahrten, welche von der Reussinsel generiert werden, sollen jeweils zu 50% über die beiden Strassenabschnitte abgewickelt werden. Mit der ersten Etappe ist mit ca. 1'700 Fahrten pro Werktag zu rechnen. Bei Vollendung der zweiten Etappe sind es insgesamt rund 2'100 Fahrten pro Werktag.
Um die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs zu steigern, wird es in Rathausen eine Bushaltestelle geben. Aktuell ist geplant, dass die Buslinie 44 die neue Bushaltestrasse ab der Seetalstrasse mit einer Stichfahrt bedient.
Um die Fahrtenzahlen einhalten zu können, werden folgende Mobilitätsmanagement-Massnahmen umgesetzt:
- Parkplatzbewirtschaftung mit kostenpflichtigen Mitarbeiterparkplätzen
- Nutzung und Unterstützung der geplanten Bushaltestelle Rathausen
- Förderbeiträge für ÖV-Nutzung
- Ausbau Infrastruktur der Ladestationen für E-Bikes und E-Roller
- Zur Verfügung stellen von Job-E-Bikes, E-Scooter und/oder Cargobikes
- Durchführen von Kampagnen
- Weiterführung der bestehenden Subventionierung von Mittagessen für Mitarbeitende zur Verminderung von Fahrten zur Mittagszeit
Ausbau Rathausenstrasse
Um die Verkehrsmenge sowie die Begegnungsfälle von Bussen und Lastwagen zu ermöglichen, muss die Rathausenstrasse – Abschnitt Emmen – ausgebaut werden. Konkret muss zwischen dem Knotenbereich Seetalstrasse bis zur Abzweigung Allmendli die Strasse von heute rund 5.4 m auf ca. 6.0 m verbreitert werden. Weiter soll die Querung des Radwegs vom Dammweg in Richtung Grüenmatt verbessert werden. Ob noch weitere Massnahmen notwendig werden, wird sich im Rahmen des zu erarbeitenden Betriebs- und Gestaltungskonzepts zeigen.
Situationsplan

Situationsplan


