Richtprojekt


Studienaufträge

Mittels einer Verdichtungsstudie wurde in einem ersten Schritt das Entwicklungspotenzial im Gebiet «Meierhöfli Metti» ermittelt. Daurch konnten wichtige Rahmenbedingungen bezüglich Dichte, Erschliessung, Parkierung und Freiraum definiert werden. Darauf basierend wurde über die Teilbereiche Seetalstrasse und Fichtenstrasse je ein Studienauftrag mit mehreren Planungsteams aus den Fachdisziplinen Städtebau, Architektur und Landschaftsarchitektur durchgeführt.

Die eingereichten Projektstudien wurden von einem Beurteilungsgremium eingehend geprüft und beurteilt. Im Beurteilungsgremium stimmberechtigt waren Planungsfachleute, die Grundeigentümerschaften und die Gemeinde. Weitere Experten ohne Stimmrecht standen dem Gremium beratend zur Seite. Aufgrund der definierten Beurteilungskriterien wurde für den Teilbereich Seetalstrasse das Projekt von Duplex Architekten und Vogt Landschaftsarchitekten (beide aus Zürich) zur Weiterbearbeitung empfohlen, für den Teilbereich Fichtenstrasse das Projekt von Meyer Gadient Architekten (Luzern) in Zusammenarbeit mit Vetsch Landschaftsarchitekten (Zürich). Die beiden Siegerprojekte wurden anschliessend betreffend dem Freiraum zusammengeführt und zu einem Richtprojekt verfeinert, welches wir Ihnen auf dieser Projektwebseite präsentieren. Zum Richtprojekt für den Teilbereich Seetalstrasse gelangen Sie hier - das Richtprojekt zum Teilbereich Fichtenstrasse finden Sie unter diesem Link.

Zudem kann hier die Projektwürdigung vom Beurteilungsgremium zum Richtprojekt nachgelesen werden. Die Schlussberichte der Studienaufträge führen alle Projektbeiträge vom Teilbereich Seetalstrasse sowie vom Teilbereich Fichtenstrasse auf.

Grosszügiger Freiraum, Sicht in Richtung Norden (Visualisierung: Tend AG)

Grünes Wohnquartier

Lebenswerte Umgebung

Trotz der baulichen Dichte eröffnet sich zwischen den Gebäuden ein grosszügiger Aussenraum mit hoher Qualität, welcher für vielfältige Nutzungen ausgelegt ist. So finden sich immer wieder grössere Plätze mit Baumgruppen und Sitzgelegenheiten mit hoher Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität. Gewisse Plätze können auch von den angrenzenden Gewerbe- und Gastronomienutzungen als Aussenbereich genutzt werden. Weiter werden neben den Spielplätzen mehrere Rasenflächen zum Spielen und Verweilen und auch ein Pflanzgarten für Urban Gardening angeboten.

Viel Grün, wenig Versiegelung

Ein grosser Teil der Bäume und Sträucher wird nicht unterbaut. Dadurch kann ein genügend grosser Wurzelraum und ein ungehindertes Baumwachstum gesichert werden. Zudem kann das anfallende Regenwasser vor Ort versickern. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen klimatischen Veränderungen von Bedeutung, weil so zu einer Abkühlung des Quartiers beigetragen wird. Um der Erhitzung des Quartiers entgegen zu wirken, wird grundsätzlich so wenig versiegelte Fläche wie möglich vorgesehen.

Städtebaulich auf die Umgebung abgestimmt

Städtebau

Das Richtprojekt sieht vor, dass sich das Gebiet «Meierhöfli Metti» harmonisch in den zentral gelegenen Ortsteil eingliedert. Die höchste bauliche Dichte soll dabei entlang der Seetalstrasse mit bis zu sieben Geschossen hohen Gebäuden erreicht werden. In der zweiten Baureihe sind Gebäude zwischen drei und sechs Geschossen geplant. Somit wird ein optimaler Übergang zu den angrenzenden Quartieren gewährleistet. Die zwei bestehenden, neungeschossigen Wohngebäude der Wohnbaugenossenschaft sollen im Sinne der Nachhaltigkeit noch länger bestehen bleiben. Zukünftig wird ermöglicht, dass diese zwei Gebäude durch eine zusätzliche Wohnung pro Geschoss ergänzt werden können. Ein neun- sowie zwei sechsgeschossige Neubauten entlang der Fichtenstrasse, welche die beiden bestehenden Längsbauten ersetzen, komplettieren das Gebiet «Meierhöfli Metti».

Wohnraum für alle

Im Endzustand sind rund 330 Wohnungen sowie ca. 1'000 m2 Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen vorgesehen. Die verschiedenen Grundeigentümerschaften planen ein diverses Angebot an Wohnungen. Dabei wird es auch bei den Preisen eine Bandbreite geben. Mit Klein- und Paarwohnungen zu Familienwohnungen sowie für Wohngemeinschaften geeignete Einheiten werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Dadurch wird im Quartier "Meierhöfli Metti" eine gute soziale Durchmischung erreicht. Raum für Begegnung und Aktivitäten wird in den rund 350 m2 gemeinschaftlich nutzbaren Flächen wie dem Pavillon und den Quartier- und Multifunktionsräumen angeboten.

Sicht von der Seetalstrasse (Visualisierung: Tend AG)

Quartierplatz Meierhöfli, Sicht Richtung Süden (Visualisierung: Tend AG)

Zukunftgerichtete Mobilität

Velo und ÖV als Hauptverkehrsmittel

Das Areal «Meierhöfli Metti» ist zentral gelegen und bestens erschlossen. Durch die unmittelbare Nähe zu Verkehrsinfrastrukturen, Freizeitangeboten und Einkaufsmöglichkeiten bietet es sich an, die Anzahl Parkplätze zu reduzieren und vorwiegend auf den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr zu setzen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten sind rund 240 Autoabstellplätze in der Tiefgarage geplant, für Besucherinnen und Kunden werden circa 15 oberirdische Parkplätze erstellt. Im Gegenzug sind ausreichend Veloabstellplätze im Erdgeschoss bei den Gebäudeeingängen und in der Tiefgarage vorgesehen, die über zwei Velorampen hindernisfrei erreichbar sind.

Neues Wegnetz

Heute ist das Gebiet «Meierhöfli Metti» für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Dies wird sich zukünftig ändern. Neu führt eine öffentliche Fussverbindung von der Meierhöfli- zur Seetalstrasse über das Areal. Auch in Ost-West-Richtung ist eine öffentliche Fussverbindung vorgesehen. Dieses neue Wegnetz sorgt für einen Mehrwert für das ganze Quartier, da sich Fussgängerinnen und Fussgänger künftig nicht mehr entlang der Strassen bewegen müssen und Begegnungen dort stattfinden können, wo gerne gemeinsam verweilt wird.

Erdgeschossplan

mitwirken.emmen.ch

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